Fachtagung Kultur und Geschichte
Online-Anmeldungfür Experten & Interessierte, besonders Studierende sind willkommen, bei Bedarf Übersetzung in Englisch!
| Beginn: | 06.11.2026 ab 17:00 Uhr |
| Ende: | 08.11.2026 bis 13:00 Uhr |
| Anmeldeschluss: | 15.09.2026 |
| Veranstaltungsort: | Hohe Rhön Tagungs und Erholungszentrum, Fischzucht 1, Bischofsheim in der Rhön-Haselbach in der Rhön, Deutschland |
| Referenten: |
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Veranstaltungshinweise
Thema: Wie der Mensch denkt, so handelt er.
Die Grundlage für menschliches Handeln sind die Werte, die Überzeugungen und Motivationen. Das alte Sprichwort „Der Mensch denkt – Gott lenkt“ hat seine Gültigkeit verloren: „Der Mensch ist eine Erfindung“ (M. Foucault). Die „Banalität des Bösen“(H. Arendt), die noch im 20. JH erschütterte, gilt als gebannt. Der in sich selbst zerrissene, schuldhafte Mensch, der Sühne sucht und Erlösung in Gott findet, hat im stolzen Anthropozän keinen Platz mehr. Der postmoderne Mensch glaubt an die Selbstwirksamkeit, die Selbstperfektionierung und Selbstverantwortung – Identität wird nicht verliehen, sondern generiert: „Wie der Mensch denkt, so handelt er.“
Vorträge und Referenten:
- Dr. Nicolas Dreyer: Das Menschenbild bei Fjodor Dostojewskij: Zwischen Gottessuche, Menschenliebe und Antisemitismus.
Untersuchung der philosophischen Anthropologie des russischen Schriftstellers im geistigen Kontext des 19. JH., mit Beispielen aus seinen Romanen und Publikationen. - Christoph Lang: „Von der Klage zur Identität – Eine christliche Antwort auf die therapeutische Kultur der Verletzlichkeit“
Die Autoren Campbell/Manning und Haidt/Lukianoff diagnostizieren in ihrem Buch „The Coddling of the American Mind“ eine Kultur, in der moralischer Status über erfahrenes Leid definiert und Schuld konsequent externalisiert wird. Der Vortrag unterscheidet zwischen dem Erleiden von Unrecht und der kulturellen Inszenierung von Opferschaft – und entwickelt eine christliche Antwort, die Leid weder verharmlost noch zur Identitätskategorie erhebt. - Dr. Boris Schmidtgall: Evolutionäre Zukunftsschau – Utopien, Dystopien und ihre Folgen.
Seit Darwins Zeit wurde immer wieder versucht, künftige Entwicklungen des Menschen und der Schöpfung ausgehend von der Evolutionslehre vorherzusagen. Die Auswirkungen dieser Vorstellungen auf die Gesellschaft waren z. T. gravierend und wirken bis heute weiter. - Prof. Dr. Daniel von Wachter: Sozialistische Pädagogik von John Dewey bis Queer Pedagogy.
Viele seltsame Phänomene in den Schulen wie z. B. Abschaffung der Schreibschrift, Frühsexualisierung kann man verstehen, wenn man die dem Sozialismus nahestehende Pädagogik seit 1900 untersucht. Dieser Vortrag wird eine Analyse ihrer Triebfeder und ihrer Strategie vorstellen.
Workshops:
- Annika Drewentschuk (Lehramt Sek I für Geschichte, Chemie): „A world split apart“ – Eine Auseinandersetzung mit der Harvard-Rede von Alexander Solschenizyn am 8. Juni 1978.
Mitten im Kalten Krieg legte Solschenizyn seine Gesellschaftsanalyse dar und warnte vor dem Untergang der westlichen Zivilisation. Was waren seine Kritikpunkte, worin sah er die Ursache für die Fehlentwicklung und wie lässt sich seine Rede aus heutiger Sicht bewerten? - Dr. Nicolas Dreyer: Jüdische Ansätze zu gesellschaftlichen Herausforderungen.
Das Werk von Großrabbiner Jonathan Sacks (1948-2020) - Eddy Lichtenberg (B.A., cand. M.A.Education/Germanistik): Der Autor ist unsterblich! – Warum das Konzept vom „Tod des Autors“ zu kurz greift.
Roland Barthes rief 1968 den „Tod des Autors“ aus und proklamierte den Sieg der individuellen Lesart von Texten als wahre Autorschaft. Was folgt daraus für das Verständnis von Literatur und auch der Bibel? Dieser Workshop erklärt das Konzept des „Tods des Autors“, die Folgen und stellt Gegenargumente vor, um aufzuzeigen, warum die Autorintention notwendig bleibt. - ‚special‘ Karin und Georg Bauer mit Team: Musik im Kopf.
Ob wir Sprechen oder Singen, beide Handlungen stehen meistens in enger Beziehung zum Denken. Darüber hinaus haben das Singen als musikalische Ausdrucksform und sogar das Sprechen ziemlich viel mit unserem Kopfraum zu tun…
Ein interaktiver, musikalischer Workshop zum Erleben, Hören und Singen.
Leitung:
Dr. Susanne Roßkopf
Ort:
Tagungszentrum Hohe Rhön, Fischzucht 1, D-97653 Bischofsheim/Rhön
Kosten:
Normalpreis (Doppelzimmer): 210 €
Schüler/Studierende (Doppelzimmer): 105 €
Einzelzimmer-Preis: 260 €
Schüler/Studierende (Doppelzimmer): 105 €
Einzelzimmer-Preis: 260 €
Anmeldefrist:
Anmeldung bitte bis 15. September (falls genügend Plätze vorhanden, auch später)